Die Plauener Spinnhütte im Wandel der Zeit

Ab 1928 kaufte die Plauener Spinnhütte GmbH Seidenkokons aus heimischer Produktion auf und stellte aus diesen nach patentierten Herstellungsverfahren feinste Seidengarne und -zwirne her.

Bis 1945 im Westen und 1967 im Osten Deutschlands, hatte die Spinnhütte als einziger Betrieb das Recht, Kokons aus heimischer Produktion aufzukaufen. Dafür belieferte die Spinnhütte Schulen und Schrebergärten mit dem Brutmaterial des Seidenspinners, die im Nebenerwerb über die verschiedenen Raupenstadien mit Maulbeerblättern aufgezogen wurden, bis sie sich in der so genannten "Spinnhütte" im Kokon verpuppten. Die Kokons wurden danach zur Weiterverarbeitung (Fertigung von Seidengarnen für die eigene Weberei) an die Spinnhütte zurückgeliefert.

MPG   Historischer Film (Ausschnitt) zu Anbau und Verarbeitung von Seide (MPG - 10,3 MB)

Seit 1967 kauft die Spinnhütte Seiden-Vorgarne aus Brasilien und China zu, da die klimatischen Bedingungen in Verbindung mit steigenden Löhnen eine rentable Seidengarnherstellung in Deutschland nicht mehr zuließen.

Die Spinnhütte verarbeitet extern Seide unterschiedlicher Qualität, zum Beispiel Maulbeerseide oder Grege, Trame, Schappe, Wildseide (Tussah) und Bourrette.

PDF   Definition Spinnhuette (PDF - 1,05 MB)

PDF   Definition Seidenbau (PDF - 1,3 MB)

Seidenraupe
Seidenraupen
Kokon